Geochelone pardalis babcocki (LOVERIDGE, 1935)
Stigmochelys pardalis babcocki (LOVERIDGE, 1935) Ostafrikanische Pantherschildkröte
Allgemeine Beschreibung:
Die Pantherschildkröte ist ein typischer Bewohner der afrikanischen Savanne und bevorzugt in ihrem natürlichen Lebensraum trockene, sandige Halbwüsten, Buschland, Busch- und Savannenlandschaften. Lediglich in den Sommermonaten kommt es zu relativ unergiebigen Niederschlägen. Wasser wird von den Tieren hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Unter Umständen sollte den Tieren nur ein- bis zweimal die Woche eine Wasserschüssel angeboten werden.
Äußere Merkmale:
Der Rückenpanzer von Geochelone pardalis ist länglich, die Färbung des Rückenpanzers ist gelblich mit unregelmäßigen, dunkelbraunen bis schwarzen Flecken. Kopf und Beine sind gelblich bis olivbraun. Bei Jungtieren ist der Rückenpanzer halbkugelförmig und die Färbung ist deutlich heller. Es liegt ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus vor, wobei die weiblichen Exemplare an den Hinterbeinen größere Schuppen haben. Diese dienen als eine Art Schaufelklaue. Männchen haben einen längeren und an der Wurzel dickeren Schwanz.
Terrarium:
Pantherschildkröten sollten nur in großen Terrarien gepflegt werden, da sie äußerst aktiv und lauffreudig sind. Die Bewegung fördert eine funktionierende Verdauung und trainiert die Körpermuskulatur. Eine Gruppenhaltung von wenigen Männchen und mehr Weibchen ist zu empfehlen. Als Substrat empfiehlt sich ein Sand-Torf- oder Sand-Pinienrinde-Gemisch. Als Einrichtung bietet man einige Versteckmöglichkeiten aus Korkrinden und Heuhaufen. Eine Wasserschüssel zum trinken und baden sollte einmal die Woche angeboten werden. Ihren ausgeprägten Bedarf an Sonnenlicht und Wärme deckt man mit einem sehr guten UV-Licht, HQL-Lampen, einem Wärmespot und einer Bodenheizung. Um den Tieren die Möglichkeit zu geben, den Platz mit der ihnen angenehmsten Umgebungstemperatur aufzusuchen, müssen im Terrarium mehrere Klimazonen eingerichtet werden. Tägliches besprühen mit leicht warmem Wasser sollte nicht vergessen werden.
Die Beleuchtung sollte eine Kombination aus UV-Licht und Wärmestrahler sein. Sie erfolgt durch UV Strahler die ebenfalls das Terrarium beheizen können oder entsprechende Leuchtstoffröhren die mit einem Spotstrahler oder Keramikstrahler kombiniert werden.
Als Hilfe empfehlen wir das Buch Chimaira-Verlag Vivarienbeleuchtung
Als Bodengrund sollte man ein Sand-Erde-Rindenmulch-Gemisch verwenden.


Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt mit etwa 5-7 Jahren ein. Die Tiere können dann bereits eine Carapaxlänge von 25 bis 30cm haben. Im Frühling bis Sommer ist meist die Paarung zu beobachten. Nach mehrmonatiger Tragzeit vergraben im Herbst die Weibchen an einer feuchtwarmen Stelle ihre 8-20 seltener bis zu 30 Eier. Diese sollten dann vorsichtig ausgegraben und in Vermiculit oder leicht feuchtem Sand bis zur Hälfte eingegraben werden. Anschließend überführt man das Gelege in einen Inkubator. Trächtige Weibchen sollten nicht umgesetzt werden. Jeder Stress ist zu vermeiden, da es zu einer Legenot kommen kann.

Jungtiere in der Aufzuchtanlage.
Inkubation:
Bei einer Temperatur von 27-30°C und einer relativen Luftfeuchte von 65-70% sollten je nach Temperatur nach 180-250 Tagen die ertsen Jungtiere schlüpfen. Die Aufzucht sollte in kleineren, feuchten Terrarien keinerlei Probleme darstellen. Die Jungtiere wachsen sehr schnell und sollten daher auf keinen Fall überfüttert werden. Insbesondere tierisches Protein ist strikt zu meiden, da es zu einer unschönen Höckerbildung und Organschäden führen kann. Das Verhältnis Calcium / Phosphor in der Nahrung muß deutlich zugunsten des Calciums liegen (Löwenzahn, Wegericharten), was perfekt mit einem Mineralstoffpräparat gewährleistet werden kann. Jungtiere brauchen auch kühlere und vor allem feuchtere Zonen in ihrem Terrarium.
Viel Spaß wünscht Reptilica