Allgemeine Beschreibung:
Der Dipsosaurus dorsalis, Wüstenleguan, gehört wohl zu den bekanntesten Leguanen. Er lebt in den Wüsten rings um den Golf von Kalifornien, wo er in ausgesprochen "wüsten" Gegenden mit spärlicher Vegetation lebt. Die farbliche Anpassung an den Lebensraum dieser tagaktiven Tiere ist optimal. Bei Gefahr flüchten sie sofort, wobei sie nur auf den Hinterbeinen laufen und den Körper leicht aufrichten. Die Tiere wühlen gerne im Sand.
Äußere Merkmale:
Der bis zu 30cm (Körperlänge) lange Wüstenleguan hat einen kleinen Kopf und einen eher kleinen, gedrungenen Körper, der sich bei Gefahr oder zur Balz regelrecht "aufblasen" kann. Etwa 2/3 Länge des Leguans entfallen auf den Schwanz. Auf dem Rücken vom Hals bis zum Schwanzende sind die Schuppen größer und gekielt, so daß ein kleiner Kamm entsteht. Die Grundfärbung ist beige, hellbeige, bis hellbraun. Die Rückenmusterung besteht aus Punkten, die eine grau-weiße Färbung haben. Weiterhin verlaufen über den Rücken hell gefleckte Querbänder, die stimmungsabhängig heller oder dunkler werden.
Verhalten:
Die eher scheuen Tiere sollten paarweise oder in kleinen Gruppen mit nur einem Männchen gehalten werden, da das Zusammenhalten von mehreren Männchen nicht möglich ist.

Deutlich sind bei den Männchen die Femoralporen an den Schenkelinnenseiten zu erkennen.
Sie sind bei den Weibchen weniger stark ausgebildet.
Nach der Kloake sind ebenfalls die Hemipenestaschen zu sehen.
Terrarium:
Die Wüstenleguane sind prächtige und gut haltbare Tiere. Es sollte ein Terrarium mit einer Grundfläche von mind. 120 x 60 cm gewählt werden. Jungtiere können in kleineren Terrarien herangezogen werden. Da es sich hier um Wüstentiere handelt, ist es absolut wichtig eine Beleuchtung mit hoher Lichtintensität auszuwählen. Die Versorgung mit UV-Licht erfolgt durch UV Strahler oder entsprechende Leuchtstoffröhren. Durch entsprechende Dekoration werden Steinaufbauten, Kletter- und Versteckmöglichkeiten gestalltet und sollten nicht fehlen. Als Substrat ist Sand mit hohem Lehmanteil am besten geeignet und sollte mindesten 15 cm hoch eingesträut werden, da die Tiere mit Vorliebe im Sand wühlen.
Zucht:
Von Juni bis August legt das Weibchen bis zu 8 Eier. Die Jungtiere sehen den Elterntieren zum verwechseln ähnlich, nur die Größe von ca. 5cm unterscheidet sie.
Inkubation:
Die Eier werden bei 28 - 30 °C etwa 60 bis 70 Tage bei mäßiger Befeuchtung des Substrats (Vermiculit oder Perlite) und bei einer Luftfeuchte von etwa 60 - 70 % gezeitigt.
Viel Spaß wünscht Reptilica