Avicularia metallica - mittelgroße Tiere
Allgemeine Beschreibung:
Avicularia metallica ist eine sehr beliebte, friedliche Spinne mit einem äußerst ansprechenden Erscheinungsbild.
Äußere Merkmale:
Die Grundfarbe des Hinterleibes (Ophistosoma) ist tiefschwarz und weist neben der ebenfalls schwarzen Behaarung kein einziges rotes Haar auf. Auch das hintere Beinpaar ist schwarz, hat aber eine leicht weißliche bis hellgraue Behaarung. Die übrigen Beine sowie das Prosoma (Vorderleib) schimmern blaumetallisch, was dieser Vogelspinne den Namen gibt. Die Tarsen sind rot. Eine gesunde und gut genährte Vogelspinne sollte einen ovalen Hinterleib (Ophistosoma) zeigen. Er sollte nicht eingefallen sein.
Verhalten:
Die grundsätzlich friedliche Rotfußvogelspinne ist eine tag- und nachtaktive, schnelle Art, die extrem feste, schöne Wohnröhren aus Webgespinnst, meist direkt neben der Wärmequelle baut. Diese sehr langlebige und lebhafte Spinne kann bis zu 30 cm weit springen.
Terrarium:
Ein Spinnenterrarium (ca. 30 x 30 x 40 cm) für Baumbewohner mit einer schrägen Korkröhre als Unterschlupf und einem Wasserschälchen ist eine geeignete Unterkunft für die Avicularia metallica. Als Dekoration eignen sich Pflanzen und Kletteräste. Der torfige Bodengrund sollte 4 - 5 cm hoch eingestreut werden und ist immer feucht zu halten, wobei 2x wöchentlich besprühen ausreicht. Als Futter können Insekten wie Heimchen, Grillen und Heuschrecken angeboten werden. Eine Fütterung von ein- bis zweimal pro Woche ist ausreichend.
Zucht:
Für eine erfolgreiche Nachzucht benötigt man zwei geschlechtsreife Tiere. Um die Tiere zu paaren, gibt man das Männchen in das Terrarium des Weibchens. In der Regel beginnt dann das Männchen, mit dem ganzen Körper zu zucken oder sogar zu zittern, beziehungsweise mit den Beinen oder Tastern zu trommeln. Die Paarung sollte nur unter Aufsicht geschehen, um "Unfälle" zu vermeiden, wobei die Avicularia metallica unter Umständen auch mehrere Tage paarweise auskommt.
Inkubation:
Nach einer erfolgreichen Paarung wird sich das Weibchen in der ersten Zeit ganz normal verhalten. Da die Spermien im Körper des Weibchens gespeichert sind, kann es einige Zeit dauern, bis es mit dem Kokonbau beginnt. Der Bau des Kokons kündigt sich meist damit an, daß die Nahrung verweigert wird. Danach beginnt sich das Weibchen in seiner Höhle einzuspinnen. Ein bevorstehender Schlupf kündigt sich dadurch an, daß das Muttertier damit beginnt, den Kokon aufzulockern, um den Jungen mehr Platz zu verschaffen. Der Kokon wird dadurch größer und flauschiger. Dies ist eine günstige Zeit, um ihn dem Weibchen zu entnehmen, da es wesentlich einfacher ist, wenn die Jungtiere in einer separaten Dose schlüpfen. Die Aufzucht der Spiderlinge erfolgt einzeln in kleinen Heimchendosen. Die Jungtiere werden mit Microheimchen und Drosophila aufgezogen.
Viel Spaß wünscht Reptilica